Lettering – Die Kunst der Buchstabenmalerei

Habt ihr schon mal von Lettering gehört? Dieser Trend ist in den letzten Jahren von den USA zu uns nach Europa gekommen und erfreut sich immer größerer Beliebtheit. Ich bin darauf gestoßen, als ich auf der Suche nach Instpiration für einen T-Shirt Schriftzug war. Auf Instagram kommt man kaum mehr daran vorbei. Aber auch Firmenlogos und Blogger greifen immer öfter darauf zurück.Überall schießen kunstvoll verzierte Texte aus den tiefen des Internets hervor, mit liebevoll gezeichneten Buchstaben in wohl durchdachter Anordnung. Das ist Lettering. Dafür findet man immer wieder verschiedene Definitionen und Unterkategorien. Die wichtigsten Begriffe im Zusammenhang mit Lettering sind wohl folgende:

Handlettering

Beim Handlettering werden die einzelnen Buchstaben eines Schriftzugs mit Bleistift vorgezeichnet und anschließend mit Fineliner nachgezogen. Anschließend kann das Kunstwerk auch noch coloriert werden.

Brush Lettering

Dabei werden die Buchstaben mit dem Pinsel oder auch mit einem Pinselstift gezeichnet. Dabei werden die Abwärtsstriche meist dicker gestaltet als die Aufwärtsstriche. Das verleiht den Schriftzügen einen ganz eigenen Charme

Kalligraphie

Die Kalligraphie ist die Kunst des Schönschreibens. Somit ist strittig, ob es sich dabei um eine Unterform des Letterings handelt oder eine eigene Schreibkunst darstellt. Fest steht jedenfalls, dass es die Kalligraphie schon viel länger gibt als Lettering. Bei der Kalligraphie geht es darum Schriftzüge mit der Feder möglichst schön zu schreiben. Beim Lettering werden die Buchstaben gezeichnet und verschiedene Wörter zu einem Gesamtkunstwerk zusammengesetzt.

Falsche Kalligrafie oder faux calligraphy

Bei der falschen Kalligraphie werden die Buchstaben mit Fineliner gezeichnet und die Abwärsstriche verstärkt, was das Schriftbild einer Kalligraphiefeder imitieren soll.

Lettering-Übung
Übung macht den Meister – auch beim Lettering gilt es verschiedene Schriftarten zu Üben und auszuprobieren.

iPad Lettering

Zu guter letzt möchte ich noch die Möglichkeit aufzeigen, Lettering-Kunstwerke mit dem iPad zu erstellen. Als stolze Besitzerin eines iPad pro und des Apple pencils bin ich ein großer Fan dieser Alternative. Mit der App Procreate ist man für sämtliche zeichnerischen Projekte bestens gerüstet. Die App kommt mit einer riesen Auswahl an Pinseln. Man kann damit unzählige Stile imitieren. Von der Kalligraphiefeder über Bleistifte in sämtlichen Stärken bis hin zum Pinselstift. Der Nachteil dabei ist, dass freilich die Haptik und das künstlerische Gesamterlebnis etwas verloren geht. Gerade zum Entwerfen und Üben bietet es jedoch jede Menge Vorteile. Der Pappierverbrauch geht drastisch zurück. Ich kann damit auch unterwegs kreativ werden ohne noch ein Zusätzliches Skizzenbuch und verschiedene Stifte mitschleppen zu müssen. Ich habe jederzeit die Auswahl zwischen zig verschiedenen Stiften und Pinseln in allen Farben des Regenbogens. Da die Oberfläche des IPad etwas rutschig ist, habe ich mir eine matte Schutzfolie besorgt. Die sorgt für Widerstand beim Schreiben und Zeichnen und fühlt sich fast ein bisschen wie Papier an. Fehler lassen sich problemlos korrigieren und Ich muss mein Lettering-Werk im Anschluss nicht mehr digitalisieren, denn es liegt bereits in digitaler Form vor.

Für mich hat dieses neue Hobby definitiv Suchtpotential und macht dem Nähen derzeit ordentlich Konkurrenz.

It's a purrfect life
„It’s a purrfect life“ Lettering-Schriftzug am iPad pro erstellt.
Girls just wanna have fun
„Girls just wanna have fun“ Der Schrifftzug wurde am PC entworfen und am iPad pro umgesetzt.
„fuck you, SIR“ gezeichnet mit dem iPad pro in der Procreate App.

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