Die Frage nach dem Warum

Die liebe Yvonne vom Mohntageblog hat vor kurzem via Instagram eine elendslange Story gepostet. Sie hatte sich mit ihrem Blog und Social-Media-Kanälen irgendwie verzettelt und stand an dem Punkt, an dem viele Blogger irgendwann stehen: „Wie geht es weiter?“
Und mit ihrer IG-Story, in der sie die Frage nach ihrem WARUM stellt, hat sie mich zum Nachdenken gebracht. Warum mache ich das alles hier? Warum habe ich meinen Blog? Warum poste ich auf Instagram? Für mich waren die, für viele so erstrebenswerten, Ziele wie Reichweite und Likes immer zweitrangig. Ich habe mich nie gedrängt gefühlt Content produzieren zu müssen, weil mir sonst die Follower weg laufen oder niemand je meinen Blog lesen wird. Ich habe auch gar nicht den Anspruch oder den Wunsch mit meinem Blog oder Instagram Account Geld zu verdienen oder berühmt zu werden.

Mein WAS

Zuerst habe ich darüber nachgedacht, was ich da eigentlich im Social Media Universum so mache.

Auf dem Blog habe ich immer nur Beiträge zu Themen gepostet, mit denen ich mich gerade beschäftigt habe. Oft scheiterte ein Beitrag einfach nur daran, weil ich es nicht geschafft habe, passende Bilder dazu zu machen. Außerdem schreibe ich auch nur dann für den Blog, wenn ich Zeit und Lust dazu habe. Das führt dazu, dass oft Monate zwischen den Beiträgen liegen – aber das ist mir egal. Am liebsten poste ich Rezepte, weil ich für mein Leben gerne Esse und an Rezepten rumprobiere, die ich dann für euch zusammen schreibe und bereitstelle.

Auf Instagram habe ich mich dafür entschieden, im Feed abwechselnd Fotos aus meinem Archiv und Letterings zu zeigen. Die Fotos folgen keinem klaren Muster. Ich fotografiere was mir vor die Linse kommt – egal ob mit der Spiegelreflexkamera oder mit dem Smartphone und ich zeige was mir gefällt. Bei den Letterings poste ich gerne witzige Sprüche und schwarzen Humor.

Belangloses und Themen, die nicht in den Feed passen, kommen in die Stories. Dort geht es persönlicher zu und ich zeige oft, womit ich mich gerade so beschäftige. Über Nähen, Basteln, Fotografie, Lettering, Blullet Journal, Sport, Fitness, Ernährung, kreatives Backen, Katzen, Clickertraining, Garten, Selbstorganisation, Selbstliebe, Leben und Glücklichsein habe ich schon in meinen Stories berichtet. Bilder von meinem täglichen Arbeitsweg durch Salzburg dürfen dabei auch nicht fehlen. Ich denke oft darüber nach, mich irgendwo hin zu setzen, mir das Handy zu schnappen und in den Stories einfach mal darüber zu reden, womit ich mich gerade beschäftige. Dazu fehlt mir zum einen der Mut – ich bin einfach keine Rampensau – und zum anderen frage ich mich dabei oft: Wen interessiert diese Selbstdarstellung eigentlich?

Das WARUM

Das ist also mein Output. Das was ihr zu sehen bekommt. Aber warum mache ich das? Was will ich euch zeigen? Was will ich da draußen erreichen und was will ich hinterlassen? Diese Frage habe ich mir in der letzten Zeit sehr intensiv gestellt. Die Antwort ist: Ich will Menschen erreichen, die sich für die gleichen Dinge interessieren. Ich will mich mit anderen vernetzen, die ähnlich denken. Ich möchte euch zum Schmunzeln bringen und inspirieren neue Dinge auszuprobieren. Ich schreibe gerne über Fails, damit ihr wisst, ihr seid nicht allein und auch um herauszufinden, ob ich mich mit bestimmten Macken, Ticks und Problemchen alleine herumschlage. Ich möchte unterhalten und vor allem das tun, wofür Social Media da ist – ich möchte mich sozial vernetzen. Und darum werde ich meine Kanäle niemals nur auf ein Thema beschränken. Ich bin nicht nur Fotografin, Basteltante, Letteringfee und Möchtegern-Fitness-Freak. Ich bin so viel mehr und ich möchte alle diese Seiten von mir zeigen und über meine Kanäle leben. Und vielleicht ist es gar keine eitle Selbstdarstellung einfach mal vor die Kamera zu treten und mit euch zu reden. Denn so lassen sich Geschichten viel spannender erzählen, so lässt sich viel mehr transportieren als in einem Bild mit ein paar Hashtags. Ob ich dafür je den Mut aufbringen werde, kann ich euch nicht sagen. Jedenfalls möchte ich in Zukunft öfter darüber nachdenken, warum ich Beiträge und Fotos poste und was genau ich damit erreichen will.

Vielleicht mögt ihr mir ja in den Kommentaren eine Nachricht da lassen, was euer WARUM ist? Was treibt euch an zu bloggen oder auf Instagram aktiv zu sein? 

eure Miss Lumberjack

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