Ein Jahr Nähen – mein Rückblick

Seit genau einem Jahr gehört das Nähen zu meinen absoluten Lieblingsbeschäftigungen. Vor einem Jahr hat mir Mr. M eine Nähmaschine zum Geburtstag geschenkt und seitdem bin ich diesem wundervollen Hobby verfallen.

Für wen ich nähe

Ich gehöre wohl in die Kategorie “Egoisten-Näherin”, denn ich nähe am allerliebsten Kleidung für mich selbst. Wenn mich die Menschen in meinem Bekanntenkreis fragen, warum ich meine Klamotten nähe und nicht kaufe, dann habe ich immer folgende Antwort parat: Ich mag es einfach die Freiheit zu haben, einen Schnitt der mir gefällt nach Lust und Laune mit den Materialien und Farben meiner Wahl kombinieren zu können und damit ein einzigartiges Kleidungsstück zu erschaffen. Das Schöne daran ist, dass man seine genähten Meisterstücke nach draußen tragen und herzeigen kann. Bisher habe ich mir das Nähen für andere aber schlichtweg nicht wirklich zugetraut. Ich wollte Niemanden in die unangenehme Situation bringen, meine selbstgenähten Stücke aus reiner Höflichkeit tragen zu müssen.

Wie alles begann

Den Stein ins Rollen gebracht hat eigentlich ein Bekannter, der mit Bleichmittel Motive auf T-Shirts gezaubert hat. Ich fand die Idee der Shirt-Aufdrucke genial. Ich bevorzugte aber die Technik mit Textilfarbe. Die ersten Projekte stellten meine Geduld und meine Fingerfertigkeit gleichzeitig auf die Probe. Ich verwendete für die Herstellung der Schablonen nur selbstklebendes Etikettenpapier und ein Teppichmesser. Die Textilfarbe brachte ich mit einem Pinsel auf. Auf diese Werke bin ich immer noch besonders stolz, weil ich weiß, wie viel Arbeit drin steckt.

Ein Shirt für Mr. M mit MiB/GoT Motiv

Nach dem “Men in Black GOT Shirt” wusste ich aber, dass ich wirklich, wirklich unbedingt einen Schneideplotter brauche. Ich besorgte mir also die Portrait von Silhouette und es folgten einige weitere Motivshirts. Im Laufe der Zeit probierte ich viele verschiedene Techniken aus und experimentierte mit verschiedenen Materialien und Folien.

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  1. I know how the bunny runs – Textilfarbe Stift – Freihand
  2. Minions auf selbstgenähtem Shirt – Textilfarbe mit Pinsel – Freihand
  3. Talk to the hand – Textilfarbe mit Pinsel – Schablone handgeschnitten
  4. Tagaryen Logo aus GoT – Textilfarbe mit Pinsel Weiss grundiert und mit Rotem Textilfarbenspray übersprüht. Konturen mit schwarzem Stift. Schableone handgeschnitten,
  5. Bazinga – Schablone mit Schneidplotter, Textilfarbe mit Pinsel
  6. Don’t eat the fucking Candy – Schablone mit Plotter, Weisse Grundierung und darüber Farbe mit Pinsel
  7. Aber ich mag doch den Keks – Schablone mit Plotter, Farbe mit Schaumstoffrolle
  8. Meat is Murder – tasty, tasty murder – Schablone mit Plotter, Farbe mit Schaumstoffrolle
  9. Federmotiv auf Neckholdertop (selbstgenäht) – Schablone mit Plotter, Farbe verdünnt mit Schaumstoffrolle

Warum ich fast nichts Selbstgenähtes beplotte

Man könnte meinen, dies sei die perfekte Methode um seinen selbst genähten Sachen den letzten persönlichen Schliff zu geben. Den Schneideplotter und die Nähmaschine hatte ich etwa zur selben Zeit bekommen. Tatsächlich habe ich jedoch erst ganz ganz wenige selbst genähte Teile “bedruckt”. Ich habe immer viel zu viel Angst das fertige Stück zu versauen und lasse es dann doch wie es ist. Schließlich steckt in dem fertigen Stück schon jede Menge Arbeit. Ich könnte das gewünschte Motiv auch vor dem Nähen auf den zugeschnittenen Stoff aufbringen. In dieser Phase bin ich aber meist zu ungeduldig und möchte ganz schnell mit dem Nähen loslegen.

Für die Zukunft habe ich jedoch schon einen Haufen Pläne für selbst genähte Shirts und Kleider, die mit Aufdrucken verschönert werden. Ich hab da ganz speziell die Weihnachtszeit im Fokus. Von meinen geplanten Nähprojekten berichte ich euch aber in einem der nächsten Artikel.

2 Comments
  1. Antworten Hanna 10/11/2016 at 9:57

    Da haben wir doch glatt fast das gleiche Nähjubiläum. Ich hab mir meine neue Elna letztes Jahr Anfang Oktober gegönnt, nachdem ich seeehr lange überlegt hab. Ich hatte zwar eine alte AEG herumstehen hab aber schon jahrelang nicht mehr darauf genäht, weil sie so gezickt hat. Und seit ich die Elna hab näh ich eigentlich immer wieder was darauf. Übrigens auch in erster Linie für mich, wenn man mal von den paar Weihnachtsgeschenken und Buchhüllen absieht. 🙂
    Das Men in Black Shirt sieht übrigens total cool aus. Die Technik gefällt mir.

    • Antworten Miss Lumberjack 14/11/2016 at 17:19

      Vielen Dank für Deinen lieben Kommentar und das Kompliment. Ich finde da haben wir ein sehr schönes Hobby mit ordentlich Suchtpotential gefunden. Und es macht gleich noch mehr Spass wenn man im Netz auf so viele Gleichgesinnte stößt

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