Meine Zuckerbilanz der letzten Wochen

Ja ich weiß, ich habe groß angekündigt, den bösen Industriezucker aus meinem Nahrungsmittelspektrum zu streichen. Dem weißen Gift abzuschwören und meinen Körper zu befreien aus dieser nie enden wollenden Blutzuckerachterbahn. Aber wisst ihr was? Seit meinem letzten Beitrag habe ich nicht einen Tag Abstinenz geschafft. Zu verführerisch sind all die Verlockungen. 

Der Morgen fängt meist noch gut an – jedenfalls an den Wochentagen. An denen starte ich mit einer Tasse Brennnesseltee. Zum Frühstück im Büro gibt es ein paar Nüsse, Obst, Trockenobst oder Joghurt mit Haferflocken und Obst. Soweit sogut. Mittags wird Restaurantessen serviert. Sich hier wirklich etwas Gesundes auszusuchen ist nicht wirklich einfach und manchmal gar unmöglich. Aber darum geht es erst mal nicht.
Es geht um den Zucker und der kommt Abends.

Wenn ich nach der Arbeit nach 1,5 stündiger Pendelfahrt (während der ich die meisten meiner Blogbeiträge schreibe) nach Hause komme, fehlt mir meist schlicht die Motivation um noch groß aufzukochen… oder klein… oder überhaupt den Herd einzuschalten. Ja ich weiß, viele gesunde Rezepte gehen ganz schnell und super easy. Trotzdem greife ich meist zu Käse, Wurst, Speck und all den anderen Lebensmitteln, die sich einfach so aus dem Kühlschrank schnabulieren lassen. Das ist natürlich keine vollwertige Mahlzeit von der ich satt werde. Also schleiche ich mich immer wieder zum Kühlschrank. Manchmal überkommt mich ein Motivationsschub und ich bereite mir schnell einen Gurkensalat oder sogar Rührei zu. Meistens finde ich auf meinen abendlichen Streifzügen durch die Küche jedoch früher oder später eine süße Nascherei, der ich dann nicht widerstehen kann. Gestern wars ein Winterzauber-Joghurt, vorgestern Spekulatius und am Tag davor Schokomüsli.

Ich weiß, dass die Lösung des Problems darin liegt, Alternativen zu schaffen und ein kleines bisschen Disziplin an den Tag zu legen. Soll heißen, ich werde am Abend wieder eine richtige Mahlzeit zu mir nehmen, auch wenn es bedeutet, ich muss an den Herd. Außerdem werden die Mahlzeiten wieder besser geplant. Das ist nicht nur wichtig, damit man alle benötigten Zutaten zuhause hat. Ein Essensplan gibt einem ein Kontingent vor. Mir fällt es damit sehr viel leichter konsequent zu bleiben. Was nicht auf dem Plan steht wird nicht gegessen – Ausschlussfertig.

Ob sich all meine tollen Tipps auch in der Weihnachtszeit umsetzen lassen? Mit einem hauseigenen Weihnachtsmarkt vor der Bürotüre? Ohne täglich gebrannte Mandeln zu naschen und Lebkuchen und Zimtplätzchen und Bratäpfel und Glühwein und Punsch.

Das bringt mich auf eine Idee. Die Challenge: Wenn ich es bis 1. Dezember schaffe richtig gesund und ohne Zucker zu essen, dann wird der Dezember ein einziger langer Cheatday.

2 Comments
  1. Antworten kuestensocke 15/11/2016 at 18:21

    Von 100 auf 0 ist immer schwierig. Vielleicht klappt es besser Stückchenweise. Eine Woche keine Süßigkeiten in der zweiten Woche dann zusätzlich keine Wurst mehr mit verstecktem Zucker usw. Bei mir gibt es Süßigkeiten nur am Wochenende. Strenge Regel, klappt aber meist gut. LG Kuestensocke

    • Antworten Miss Lumberjack 15/11/2016 at 18:47

      Vielen Dank für deinen lieben Kommenar. Du hast wahrscheinlich recht, dass ich das Ganze in noch kleinere Schrittchen aufteilen muss. Und wenn ich es dann schaffe, dann werde ich mir auch am Wochenende Süßes erlauben. Ganz darauf zu verzichten ist für mich derzeit definitiv nicht umzusetzen und wenn ich ehrlich bin auch nicht Umsetzungswürdig. Ein bisschen Freude im Leben muss man sich behalten. Ich möchte mir ein Regelwerk für mich selber erarbeiten, an das ich mich halten kann, ohne mich gefoltert zu fühlen, bei dem ich aber trotzdem von einer gesunden Ernährung sprechen kann. LG Miss Lumberjack

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