Project Pumpkin – Das Kürbisexperiment

Ein Kürbis wächst. Vom Samen bis zur neuen Frucht. Ob mir das gelingt, wenn ich mit dem Projekt mitten im November beginne?Alles hat damit angefangen, dass ich nächstes Halloween gerne einen selbstgezüchteten Kürbis zur Laterne verarbeiten möchte. Eines schönen Tages – Anfang November – beim Zubereiten einer Kürbissuppe aus einem grauen Speisekürbis habe ich mich gefragt, ob die Samen des Kürbisses wohl zum Züchten einer neuen Pflanze geeignet sind. Man hört ja immer wieder von Pflanzen deren Früchte keine keinfähigen Samen mehr enthalten. Also habe ich einen Samen kurzerhand in ein Stück benetztes Küchentuch gesteckt.

18.11.2017

Nach zwei Wochen im feuchten Küchentuch ist es passiert: Ein kleiner Keimling hat begonnen durchzubrechen. Es könnte hier mit der Erkenntnis enden, dass mein Saatgut in Ordnung ist. Ab mit dem Kern in die Biotonne. Ich könnte die restlichen Samen im Frühjahr zur Aussaht bringen – wie es sich eben gehört. Aber der kleine Kerl tut mir leid. Er hat sich so viel Mühe gegeben aus seiner Schale zu brechen, dass er eine Chance verdient hat. Also habe ich ihn in einen Topf mit Erde gesteckt und ihn an den hellsten Ort im Haus gestellt. Kirby wohnt jetzt im Bad direkt unterm Dachfenster. Geschützt von einem Gefrierbeutel kann er dort seine ersten zarten Blätter bilden.

22.11.2017

Kirby hat es endlich aus den Erdreich geschafft. Zwei kleine Spitze Fortsätze lugen aus der Erde. Bei meiner Recherche über Kürbiszucht habe ich erfahren, dass Kürbisse viel Licht und vor allem viel viel Platz brauchen. Ausserdem bilden sie männliche und weibliche Blüten. Wie das eben so ist, mit dem Bienen und den Blumen, müssen die Blüten befruchtet werden, damit eine Frucht entstehen kann. Weil ich im Haus grad keine Bienen zur Hand habe, die diesen Job übernehmen können, werde ich das dann wohl in die Hand nehmem müssen.

23. 11. 2017

Kirby gibt richtig Gas. Innerhalb eines Tages ist hat er richtig zugelegt. Irgendwie sieht er gruselig aus mit diesen ganzn komischen Fortsätzen und Stacheln. Ich hatte eigentlich damit gerechnet zwei kleine runde Blättchen aus der Erde ragen zu sehen. Aber man nimmt was man kriegt.

Wenn man die Google Bildsuche um das Wort „Kürbiskeimling“ bemüht, dann spuckt die Suchmaschine Bilder von kleinen runden Blättern aus – in etwa so wie ich sie mir vorgestellt habe. Langsam dämmert mir, dass das was ich euch hier die ganze Zeit präsentiere gar nich Kirbys schönes Gesicht, sondern seine Füße sind….

So… nun is das Kerlchen richtig rum!

5.12.2017

Kirby hat es nicht geschafft – er ist von uns gegangen. Nach einem ersten Wachstumsschub ging es in den letzten Tagen schnell bergab. War es zu viel Wasser, zu wenig? Falsche Temperaturen oder Luftfeuchtigkeit? Vielleicht zu wenig Sonnenlicht? Man weiß es nicht. Irgendwie sieht er aus, als hätten die Katzen an ihm geknabbert. Wir werden es wohl nie erfahren. Das Projekt Pumpkin ist damit zu Ende. Schade. Es hätte so schön werden können.

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