Tomatenblüten

Vom Garten Noob zum grünen Daumen

Ich bin dieses Jahr in meine zweite Gartensaison gestartet. Ich habe noch nie zuvor in meinem Leben Gemüse angebaut oder ein Blumenbeet bepflanzt. Das soll sich jetzt ändern. 

Obwohl ich in einem Haus mit großem Garten aufgewachsen bin, habe ich mich nie mit Pflanzen beschäftigt. Erst in den letzten Jahren habe ich meine Liebe zu allem was blüht und wächst entdeckt. Das Jahr 2017 war das erste Jahr in dem ich die Möglichkeit hatte, mich nach Belieben in einem großen Garten auszutoben. Das Blumenbeet vor dem Haus musste als Versuchsobjekt herhalten. Ich pflanzte Blumen, Stauden, Bodenbedeckender und Sträucher quer durchs Beet wie es mir gerade einfiel. Ein paar Farne hier, ein paar Ziergräser da, japanischer Ahorn durfte auch nicht fehlen. Dazwischen ein paar Blumenzwiebeln, Nelken, Akeleien, Thymian und ein paar Pflanzen mit schönen Blättern von denen ich den Namen nicht kenne. Auch eine Wildrose verteidigte ihren Platz mitten im Beet. So begann meine erste Gartensaison. Der Plan: einpflanzen, schauen was überlebt, schauen was wie stark wächst und im Folgejahr bei Bedarf umsetzen und Nachpflanzen. 

Dieses Jahr durfte ich mit großem Erstaunen feststellen, dass die meisten Gewächse überlebt hatten. Im Frühling leuchteten Narzissen und Tulpen farbenfroh aus dem Beet. Später begannen die Staudengewächse zu sprießen. Die mickrigen Farne vom Vorjahr bildeten kräftige Blätter und die Thymianbüschchen bedeckten den Boden und gaben dem Unkraut keine Chance. Dieser Erfolg beflügelte mich zum einen mein Kürbisexperiment wieder aufzunehmen (hier geht’s zum Beitrag) und außerdem noch mehr Gemüse anzubauen. Ganz schnell wurden zwei Mini-Hochbeete mit je 41 x 72 cm aufgestellt. In meiner grenzenlosen Naivität überfüllte ich die kleinen Beete mit Tomatenpflänzchen, Gurkensamen, Erdbeeren, Radieschen und ein paar Küchenkräutern. 

Kleines Hochbeet mit Kräutern und Radieschen

Bald wurde der Platz zu klein für die schnell wachsenden Tomatenstauden und die Radieschenkeime schossen dicht an dicht gedrängt aus dem Boden. Zeit für etwas ausführliche Informationslektüre und ein paar schnelle Sofortmaßnahmen.

Tomatenpflanze im Hochbeet

Die beiden Tomatenstauden wurden getrennt. Eine wächst nun im Kübel vor sich hin, nachdem sie den Umzug gut überstanden hat. Sie hat ein sonniges Plätzchen an einem regengeschützen Ort bekommen. Die zweite Staude wächst ebenso gut, durfte jedoch im Mini-Hochbeet bleiben.

kleine Gurkenpflanze im Kübel

Aus dem Mini-Hochbeet in einen Kübel kam auch diese kleine Grukenpflanze. Zwei weitere wurden ins Freilandbeet gesetzt und fielen noch in der Nacht den Schnecken zum Opfer. Leider scheint die kleine Gurke den Ortswechsel nicht all zu gut verkraftet zu haben und lässt ihre Blätter noch etwas hängen. 

Damit die Radieschen sich nicht gegenseitig zu viel Platz weg nehmen, wurden sie vorsichtig vereinzelt – pikieren nennt sich das im Fachjargon. 

Nun haben alle Pflanzen genügend Freiraum um groß und stark zu wachsen.Theoretisch steht also einer reichen Ernte nichts im Wege. Wenn da nicht die Schnecken wären, die immer wieder ihren Weg in die Kübel und Beete finden. Tomaten werden üblicherweise von Schnecken verschont, dafür können dem Gärtnerglück hier Mehltau, Braunfäule und Läuse einen Strich durch die Rechnung machen. 

Wie es mit meinem Anfängerg-Grten weiter geht und ob ich jemals selbst gezüchtetes Gemüse in den Händen halten werde, erfahrt ihr demnächst hier!

Eure Miss Lumberjack

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